Vom Wert der Säkularität

Aslans Gastkommentar von Ednan Aslan  v. 7.7. 2016 in der „Presse“ mit dem Titel  „Wer nicht mit dem Gesetz Gottes regiert . . .“ ist eine Sternstunde abendländischer Religionsgeschichte. Er führt die Muslime direkt in die Arme aufgeklärter Gemeinschaften. Und zwar auf dem Weg auf dem sich alle Religionen der Welt weiterentwickelt haben: Durch Neuinterpretation der Offenbarung.
Schon richtig, dass Religionen damit einen Mimikry-artigen Versuch unternehmen, auf Basis der gegebenen Realitäten die geistigen Errungenschaften für sich zu vereinnahmen. Das werden ihnen Humanisten anzulasten versuchen und ihnen ein falsches Spiel unterstellen. So geschehen im Christentum, als Apologeten Geschichtsklitterung betrieben, indem sie behaupteten, die Aufklärung wäre ja auch eine Errungenschaft des Christentums gewesen. In Wahrheit wurde sie gegen den erbitterten Widerstand der Kirche und mit größten Opfern, auch Todesopfern, durchgesetzt. Ein zweites Beispiel ist die Umweltverschmutzung, die vor rund einem Jahrzehnt eine Erfindung der Kirche wurde, unter dem Titel „Bewahrung der Schöpfung“. Bis dahin haben wir uns bibelgemäß „die Erde untertan gemacht“.

Dieser Prioritätsschwindel tut weh. Aber Religionsgemeinschaften haben nicht den gesellschaftlichen Auftrag, Wahrheiten zu suchen, sondern nur theologisch vereinbarte zu verbreiten. Die Genese der Wahrheiten interessiert Gläubige nicht. Wichtig ist, dass es Leute wie Johannes XXIII., Papst Franciscus oder eben Ednan Aslan gibt, die gesellschaftliche und wissenschaftliche Realitäten anerkennen wie demokratische Ordnung, Gleichstellung der Frau und Ächtung des Antisemitismus.  Friedrich Heer betonte, dass der Antisemitismus „von Theologen von oben in die Bevölkerung einsickerte“ und nicht aus dem Bedürfnis des Volkes heraus entstand. Ebenso ist es auch die Verantwortung der Kleriker diesen Irrweg abzustellen.

Kleriker schieben die Verantwortung auf Gott, wenn es ihnen ins Konzept passt. Dann heißt es, dass heilige Schriften unabänderlich seien. Das mag sein, aber Gott tritt uns in der Schrift in vielerlei Gestalt entgegen. Es ist Sache der Theologen die zeitgemäße Substantiation herauszufiltern und eine entsprechende Exegese daraus zu formen.

Das hat Aslan versucht, meines Erachtens in bravouröser Weise. Ein solcher Islam, nämlich ein apolitischer, ohne levantinische Hypotheken, wäre in ganz Europa vonnöten und würde die Problematik der Einwanderung und der Integration von „unlösbar“ auf „menschlich lösbar“ stellen.

Anstatt jedoch diesem Mann den Weg zu ebnen, ist er seitens der Orthodoxen Anfeindungen ausgesetzt. Leider ist der alleinige Ansprechpartner der Regierung die IGGIÖ, in der sich Orthodoxe, Muslimbrüder und Türkeiabhängige tummeln, die Aslan bekämpfen, wo es nur geht.

Die traditionelle Exegese lässt an Andersgläubigen und Atheisten kein gutes Haar. Unglaube ist die schlimmste Sünde. Eine pluralistische Gesellschaft braucht genau das Gegenteil. Deswegen ist eine funktionierende Gesellschaft, in der sich Menschen frei entfalten können, von Säkularität, also der politischen Entmachtung, nicht aber von der Bekämpfung der Religion abhängig. Es zeigt sich auf der ganzen Welt, dass von allen Politikern auf der Welt, Gott der schlechteste und kriegswütigste ist. (G.W. Bush an Beginn des Irak Feldzugs: „Gott will es!“). Alle erfolgreichen Staaten der Erde haben  Gott aus der Politik herausgehalten und ihr Erfolg ist sogar davon abhängig, in welchem Maße sie das gemacht haben.

Bischof Ägidius Zsifkovics definiert Gottlose als Terroristen! Aber er liebt dich!

Skandal der Sonderklasse:

Wie schon der Papst und der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen und viele andere hat der Bischof Ägidius Zsifkovics in skandalöser Weise alle Gottlosen als Verbrecher grundlos und pauschal beschimpft. In einem Bezirksblatt äußerte sich der Bischof, dass „Unsere Gedanken und Gebete den Opfern gelten, ihren Familien und Angehörigen“, so Zsifkovics, der diesen Terror als „Gipfel der Menschenverachtung und Gottlosigkeit“ bezeichnet. Gottlosigkeit ist für diesen Mann offenbar die unmittelbare Voraussetzung für solche Taten. Sein nachgesetzter Appell klingt echt, echt wie eine Verlautbarung aus dem Amt für Nächstenliebe: „Setzen wir dem umso entschiedener die eigentliche Macht, die Macht der Liebe entgegen.“
http://bit.ly/29YWbd3
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Diese gedankenlose Äußerung ist in einer Welt, in der 53% nicht mehr an Gott glauben (Gallup Intl., Zahlen für Österreich 2012) nicht kommentarlos zu übergehen. Wir fordern den Herrn Bischof auf, diese seine Äußerung zurückzunehmen!
Gedankenlos erweist sich dieser Satz, weil er sich damit mit den Menschen auf eine Stufe stellt, die in Ungläubigen und Gottlosen pauschal schlechte Menschen und Hassobjekte sehen und aus deren Reservoir immer wieder Menschen radikalisiert werden können. Genau das hat auch die bekannte Nah-Ost-Expertin Karin Kneissl in der Presse von heute (16.Juli) zum Ausdruck gebracht in einem Artikel mit dem Titel: „Es beginnt immer mit der Verachtung der anderen“. 

Der gängige Religionsunterricht ist moralisch bedenklich

Religionspädagogik verkauft Kindern Dinge als Tatsachen , die keine Tatsachen sind. Die Pädagogen sind nicht ihrem Gewissen und der Wahrheit, sondern der Kirche verpflichtet. Das ist nicht ein Problem der Pädagogen, die oft sogar unter den Bedingungen leiden, sondern ein Problem der vollkommen überholten Regelungen.
Vielmehr gehört ein Religionen- und Ethikunterricht eingerichtet, der den Kindern Wissen über Religion vermittelt, nicht Religion selbst vermittelt. Das ist Mission von Wehrlosen, wieder im höchsten Maße amoralisch.
Mich hat schon in der Schule angekotzt, dass jeder in Religion einen Einser gekriegt hat, was in meinen Augen ein widerliches Einschleimen war und den Notenspiegel verzerrt hat.

Was heißt freiheitlich eigentlich wirklich?

Was wir Freidenker von jemandem halten, der „freiheitlich“ denkt? Dass er das Gegenteil von dem ist, was er vorgibt zu sein. Dass er nicht frei, sondern nur „freiheitlich“ denkt. Die Angabe, die Freiheit als Wert zu schätzen, ist in Wirklichkeit Hochstapelei. Wie sie dann zu ihrem Namen kommen? Hören Sie sich einmal einen Redner an, wenn er sagt, er möchte „nur noch ganz kurz“ einen Punkt „streifen“.  Jemand, der kurz ist in seine Rede, braucht keine Ansage, kurz sein zu wollen. Er ist es einfach.

Freiheitliche fürchten sich vor Freiheit, weil sie Herdentiere sind, laut Bibel Schafe mit ihren Hirten. Freiheitliche sind ohne einen Hirten, der sagt, wo es lang geht,  nichts. Deswegen Führerpersonen, deswegen vertikales Gesellschaftsbild, deswegen schwache Egos mit Paranoia.  Deswegen das entsetzliche Personal.

Aber woher der Hang zum Totalitären?

Die Denkraster einer vertikal magnetisierten Gesellschaftsordnung sind im Land der Gegenreformation (besser wäre „Zwangsrekatholisierung“) besonders tief eingeprägt. Mehr als die Hälfte der Österreicher sind mittlerweile ungläubig bis atheistisch. Aber  kulturell sind Österreicher noch immer in der Wolle katholisch gefärbt, glauben an die von oben „festgefügte“ Ordnung und an die „verordnete Wahrheit“.  Sie glauben an Anpassung und an die Möglichkeit den Verstand zu biegen, wenn es der eigenen Haut gut tut. Intellektuelle Redlichkeit? Fehlanzeige! In Österreich gibt gerade einmal eine Handvoll Universitätsprofessoren, die offen bekennen, Atheist zu sein.

Österreicher glauben an die Überlegenheit der eigenen Mittelmäßigkeit im Verbund mit höheren Mächten. Sie glauben noch immer zu viel und zweifeln zu wenig. Sie glauben an den Stamm statt an die Solidarität der Menschen. Im Stamm ist die Welt geteilt in Stammesmitglieder  und Nicht-Mitglieder, deren Verachtung vorprogrammiert ist.

Es ist das Leittier, das im Stammesdenken zählt, nicht das eigene Denken und die eigene Kraft. Einen Job zu bekommen, nennt man in Österreich irgendwo „unterzukommen“, was die Unterordnung von vorneherein beschreibt.

Die schlechte Performance der Regierungen a la Haider & Co ist schrecklich und kostet ein „Haiden“-Geld. Das ist aber nicht das Problem Nr. 1, das ist vielmehr die Irreversibilität.  Jede fair und human orientierte demokratische Gesellschaft muss 2 Grundspielregeln befolgen:

  1. Reversibilität – Machtpositionen müssen reversibel sein und
  2. Reziprozität – also salopp gesagt: „Was für dich gilt, gilt auch für mich“.

Genau hier hakt es:  Gerade wird uns vorgeführt, wie der katholisch und natürlich rechts orientierte Jaroslav Kaczynski innerhalb von wenigen Wochen gegen die Leitlinien der EU die demokratische Entwicklung ins Irreversible lenkt, wenn Korrektive wie das Verfassungsgericht trickreich ausgeschaltet werden oder alle Medien gleichgeschaltet werden. Ähnlich in der Türkei.

Warum sind es immer die Religiösen, die das Irreversibilitäts-Risiko darstellen? Weil sie selbst so erzogen wurden. Katholik ist man immer, das Mal der Taufe ist irreversibel und unauslöschlich! Nur der Staat garantiert die Reversibilität des Eintrittes in die Kirche. Beim Islam ist sogar mit ernsten Folgen zu rechnen, auf Apostasie steht meist der Tod.

Und: Der „wahre“ Glaube ist in seiner Natur immer intolerant. Ihre Glaubenswahrheiten vertreten sie absolut, Toleranz ist nicht vorgesehen, wenn man auch manchmal nicht darum herumkommt, wie gegenwärtig in Österreich.

Österreich mit einem intoleranten Machtmenschen an der Spitze, egal wie der heißt, das ist ein kultureller Abgesang des Landes. Es wäre die Quittung für die maßlose Förderung der religiösen Denk- und Lebensweisen in Milliardenhöhe jedes Jahr. Eine HYPO alle paar Jahre.  Statt unsere Demokratie zu fördern wird am Vormittag das religiös-totalitäre Gedankengut heiliger Bücher, in dem Gewalt eine Selbstverständlichkeit ist, an Kinder herangetragen. Am Nachmittag gibt es Kurse in Toleranz. Statt Poppers kritischen Rationalismus  als Österreich Export an die Welt zu feiern, wird ein religiöses Dialogzentrum am Ring gefördert.

Demokratie ist keine katholische Erfindung, es ist eine Erfindung der Aufklärung. Sie braucht Förderung in Form von Kindergärten, die humanistisch und säkular geführt sind, wie bis vor kurzem in Wien, in Form von Schulen, die kritisches Denken fördern, in Form von Medien, die eigenständig denkende Leser heranziehen, in Form einer Zivilgesellschaft, die sich für alle Belange der Demokratie-Kontrolle und – Weiterentwicklung einsetzt.  Und sie braucht vor allem Bildung.

Auf einem solchen Boden hätte ein Herr Hofer bei der Wahl in die Hofburg in den Augen der Wähler nicht die Rolle eines Favoriten, sondern bestenfalls die eines Unholds eingenommen.

 

Gerhard Engelmayer

Das „Rote Karte“ Wahl-System oder die Vorteile skeptischer Denksysteme

Ein Plädoyer für ein Wahl-System mit 2 Karten: eine Ja- und eine Nein-Stimme.
Es würde zu einer viel intelligenteren Abbildung des Wählerwillens führen. Kommunikation nur mit Ja ist per se dumm. 

Es fällt kaum jemandem mehr auf, dass die heutige Wahl-Methode wenig Sinn macht. Eher schon die Wirkung: Steigender Polit-Frust! Konkret bedeutet unser derzeitiges unintelligentes „Hurra!“- System auf die österreichische Situation umgelegt, dass Leute, die regelmäßig in den Zeitungsumfragen an letzter Stelle stehen, durchaus Chancen haben, Bundeskanzler zu werden. Ein eklatantes Versagen des Wahlsystems.

Das hängt mit der Art und Weise zusammen wie wir wählen: Unser Wahlsystem ist in der Wolle noch monarchistisch gefärbt. In den Anfängen ging es den Erfindern der Verfassung darum, den „Kaiser“ zu wählen, aber auf Zeit. Das erfordert nur Zustimmung.

Wir haben aber heute eine ganz andere politische Realität: Es geht darum, dass es in der Politik – ähnlich wie Churchill´s Demokratie – keinen „Besten“ gibt, sondern immer nur das kleinste Übel. Und wenn wirklich einmal einer als „Hero“ gewählt wird, vermutlich aus politfernen Gründen, dann kommt ein Berlusconi dabei heraus.

Was bei unserem System völlig untergeht, ist die Skepsis gegenüber wahlwerbenden Gruppen und die war und ist allemal das bessere Radar für politische Entscheidungen, besser als hingebungsvolles Vertrauen und Glauben an einen Führer. Historisch gesehen ist es eindeutig wichtiger, die Gauner und Populisten aus der Politik herauszuhalten als ein Idol zu küren, das meist keines ist, das wissen wir aus leidvoller Erfahrung. Dabei gäbe es sehr wohl cleverere Methoden: Eine ist das „Rote–Karte“ System.

Skepsis lässt sich prinzipiell nur durch  eine Negation ausdrücken. Wenn man also die Wirklichkeit des Volkswillens abbilden will, müssen wir vom Wähler verlangen, dass er bei der Wahl nicht nur dem Besten sein Vertrauen ausspricht, sondern auch seiner Skepsis Ausdruck verleiht, wenn es eine gibt („Rote Karte-Prinzip“). Der Wähler kann Vertrauen und Misstrauen bekunden.  Die Wahlbeteiligung würde steigen, da es für viele heute ein Frust ist, Ablehnung nicht ausdrücken zu können. (Was ist eine Sprache, in der das Wort nein verboten ist,  wert?) Die zahllosen „Interpretationen“ des sog. „Wählerwillens“ sind ein beredtes Beispiel dafür.

In Zeitungsumfragen wird das „Rote Karte System“ schon längst verwendet. Die cleveren Journalisten haben längst erkannt, dass das Gesamtvertrauen der Wähler eben nur durch eine Addition von Vertrauen und Misstrauen plausibel abgebildet wird.

Auch ein Wahlsystem folgt einer vorgefertigten Denkschablone, die in unseren Breiten auf Glauben basiert und nicht auf Skepsis. Diese Denkraster sind von der christlichen Sozialisierung abhängig und daher hartleibig. Knapp könnte man sie als Ja-Sager Methoden charakterisieren, was den Regierenden entgegenkommt. Mehr und mehr entgleitet ihnen aber das System durch die vielen Nicht-Wähler, die nur durch ein gerechteres System zufriedengestellt werden können.  Idealere Verfahren berücksichtigen auch die Mehrheiten von Ablehnungen.  Damit werden alle Stimmungen berücksichtigt, positive wie negative. Damit wird es unwahrscheinlich, dass jemand gewählt wird, der nur der gemeinsame Kandidat aller Frustrierten ist, also auch kein „Hero“ ist, wie das System ursprünglich wollte und von der relativen Mehrheit als schlechte Lösung angesehen wird. Indiz dafür ist, dass sogar die eigenen Wähler eben diesem Kandidaten regelmäßig die Kompetenz absprechen, Bundeskanzler zu werden.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Man stelle sich vor, man ist in einer Gruppe von 15 Leuten, die verschiedene Vorlieben haben. Vier wollen ans Meer (M) fahren, aber aus der Stadt (S) wollen sie auf jeden Fall hinaus. Fünf wollen auch unbedingt aus der Stadt raus, aber lieber in die Berge (B) fahren. Die restlichen 6 sind Stubenhocker, wollen in der Stadt bleiben, aber wenn schon aus der Stadt fahren, dann eher ans Meer. Was dabei herauskommt, entscheidet das Wahlrecht. Bei einem einfachen Mehrheitswahlrecht ist der Frust vorprogrammiert, denn dann bleiben alle in der Stadt. Dafür war ja die einfache Mehrheit von 6 Leuten. Aber 60%, also 9 Personen und damit die Mehrheit, müssen jetzt das machen, was sie partout nicht wollen: Stubenhocken in der Stadt.

Was soll die Gruppe machen? Das hängt davon ab, welchem Wahlrecht sie sich unterwirft. Hat man sich auf ein Mehrheitswahlrecht geeinigt, dann ist die Entscheidung klar: Alle bleiben in der Stadt. Denn dafür haben sich sechs von 15, also satte 40% entschieden. Für die Berge waren ja bloß fünf von 15, also nur 33,3%, und die restlichen vier von 15, die unbedingt ans Meer wollen, sind mit einem Anteil von 26,7% abgeschlagene Dritte.

Was Sie als ungerecht empfinden. Denn, so könnten Sie argumentieren, die Stadt wollten doch neun (4+5) hinter sich lassen, nur sechs wollten bleiben. Und wenn wir schon von der Stadt wegfahren, dann haben neben den vier, die ja unbedingt ans Meer wollten, die sechs Stadtmenschen wenigstens eher für das Meer als für die Berge votiert, das wären zwei Drittel der Gruppe. Hohe Ablehnungsgraten fallen unter den Tisch.

Beispiel Wahlrecht Favorisierung Prozent  bei 50% Ablehnungquote
Wähler Anzahl 1.Stelle 2.Stelle 3.Stelle Total 2.Wahl Ablehnung RK Wahl im Durchschnitt
Meer 4 Meer Berg Stadt 27% 73% 0% 27%
Berg 5 Berg Meer Stadt 33% 27% 40% 13%
Stadt 6 Stadt Meer Berg 40% 0% 60% 10%
Anzahl 15    
Prozent 100 100% 100% 100% 100%
bei Mehrheitswahlrecht Zustimmung minus 50% Ablehnung

Bei der Annahme von einer 50%igen Ablehnungsrate für jeden der Kandidaten würden dann bei dem angegeben Beispiel sehr wohl die „Meerfahrer“ gewinnen und nicht die „Stadtmenschen“, die „relative Gesamtzufriedenheit“ würde in diesem System näher dem Maximum liegen. Es wird bei diesem Wahlverfahren berücksichtigt, dass es Ergebnisse gibt, die für die relative Mehrheit gut ist, aber für die absolute Mehrheit katastrophal. Genau in dieser Situation scheint mir derzeit halb Europa zu sein, besonders aber Österreich. Dagegen hilft nur saubere Mathematik und genaue Abbildung des gesamten Wählerwillens im Ergebnis. Der Frust wäre in summa geringer, denn die Ablehnung der „Stadtmenschen“ mit 9:6 ist in diesem Fall implizit berücksichtigt, zumindest in dem Maße, in dem diese Ablehnung auch geäußert wird.

 

Das wichtigste Argument dafür ist die demokratiepolitische Gerechtigkeit: Was ist eine Demokratie wert, in der eine Mehrheit, dafür ist, auf den Zehen der anderen zu stehen, wie in dem oben angeführten Beispiel die Stubenhocker, die in der Stadt bleiben wollen? Sie sind zwar die meisten, aber sie stehen einer einheitlichen Phalanx von 60% Ablehnern, also sogar einer absoluten Mehrheit gegenüber! Es ist gerecht, jedem für diesen Fall eine rote Karte in die Hand zu geben. Die A-Priori Annahme der Wähler, dass alle an dem politischen Prozess teilnehmenden Leute fair und demokratisch agieren, ist leider passee, wie das Beispiel Ungarn zeigt.

Gegen diesen zweifelsfrei gerechteren Wahlmodus gibt es nur ein Argument: Es ist komplizierter. Wenn man aber die deutsche komplizierte Wahlordnung ins Treffen führt, die auch zwei Karten kennt, verschwindet der Einwand schnell. Eine rote Karte verteilen ist durch den Sport mittlerweile Allgemeingut und ist allemal simpler als das deutsche Modell der Erst und Zweitstimme, das noch immer ein Ja-Sager Modell ist.

Viel schwieriger ist die Durchsetzbarkeit. Denn dazu ist ein Verfassungsgesetz notwendig. Wenn aber Parteien eine relative Mehrheit bekommen, die im Rest der Bevölkerung eine große Ablehnung erfahren, also durch das System der „Roten-Karte“ dorthin kommen, wo der „Pfeffer wächst“, wird die Einführung unmöglich und der Frust bekommt die Mehrheit. Wenn es je durchsetzbar ist, dann jetzt  und nur durch die Journalisten, die das System indirekt schon lange befürworten.

Gerhard Engelmayer

Merkels Problem: Das Klischee von der Moschee

Merkels Suada war imposant, kein Zweifel. Da hat sie einen klaren Gedankenzug aufgetischt, die Physikerin. Wir alle ahnen, dass da irgendwo ein Denkfehler drin ist, sonst wäre nicht halb Europa gegen sie. Aber wo? Irgendwo gibt es eine Prämisse, die hakt. Ich denke, aus humanistischer Sicht ist es einfacher den Fehler zu finden, als aus der Perspektive der Pastorentochter.

Merkel geht davon aus, dass Gläubige gut sind, weil angepasst. Bekannt ist ihr Ausspruch: „Ein frommer Muslim in der Moschee ist mir lieber als ein besoffener Atheist im Freudenhaus.“

Dieses schlichte Klischee von der Moschee kann Europa an den Rand des Abgrunds bringen. Nicht nur, dass das Klischee ein unverständlicher Affront gegenüber den rund 10 Mio. Atheisten in ihrem Land ist. Sondern: Gläubige sind nämlich nicht eo ipso gut. Im Gegenteil: Was politische Handlungen und Denkweisen betrifft, sind Gläubige, wenn sie als Gläubige handeln, mit Vorsicht zu genießen. Es gibt viele Gläubige, deren Ernstnehmfaktor nahe Null vegetiert. Aber gerade die muslimischen Flüchtlinge sind da anders. Der deutsche Islamwissenschaftler Buchta rechnet mit rund einem Drittel, die unbekehrbar sind und deren Denken im orthodoxen Islam mit allen Folgen verhaftet bleibt. Im Klartext heißt das:

  1. Echte Muslime werden alles unterschreiben, aber etwas Anderes denken, denn der Abfall vom Glauben ist Todsünde und wird nach ihrem Glauben mit der ewigen Verdammnis bestraft. Wie im Christentum ist der Unglauben die größte Sünde, das haben sie mit Merkel gemein.
  2. Merkels Satz „Die Flüchtlinge müssen sich an unsere Gesetze halten!“ ist leicht gesagt, und die Absicht wird stimmen, aber wenn es hart auf hart geht, ist es mit der Loyalität vorbei und die Gläubigen werden ihre eingehämmerte Religion leben, vor allem was ihre große Nachkommenschaft betrifft.
  3. Aber selbst wenn sie sich an unsere Gesetze halten: Sie hassen die Kuffar, die Ungläubigen. Es ist in ihrer Sprache das ärgste Schimpfwort.
  4. Diese enorme Emotionslawine in Politik und Gesellschaft, bedingt durch Religion, die in den vergangen Jahrhunderten glücklicherweise minimiert werden konnte und uns ein gewisses Maß an Vernunft in der Politik beschert hat, ist wieder im Anwachsen und daran wird die brav gläubige Kanzlerin ihren Anteil haben. Die Aufklärung ist wieder im Schwinden begriffen.

Hier liegt der katastrophale Denkfehler der Kanzlerin. Dieser Fehler kann und wird Europa um Jahrzehnte oder Jahrhunderte zurückwerfen. Er befällt auch die intelligentesten, wie es Uwe Lehnert bei dem großartigen Evolutionswissenschaftler Hoimar v. Dithfurt beschrieb. Als es zum Thema Religion und Wissenschaft kommt, versagt ihm die Kritikfähigkeit und er wird zum kleinen Jungen, der brav Dinge nachsagt, die er so gelernt hat. Genauso findet Merkel fromme Muslime moralisch gut, sozusagen per definitionem.

Mehr Respekt vor Religionen – das hat Kanzlerin Merkel unlängst von den Deutschen gefordert. Das entspricht völlig ihrem Klischee. Bisher ist ihre Religion nur einmal in die Quere gekommen, nämlich als sie reflexartig die menschenrechtswidrige Beschneidung von Jungen gesetzlich erlauben ließ. Religion schlug Menschenrechte. Trennung von Kirche und Staat kennt die sonst so prinzipientreue Kanzlerin im Ernstfall nicht.

Folgerichtig hat die fromme Angela auch eine eigenartige Einstellung zum Islamismus: „Der Islamismus findet statt, wo unter Berufung auf die Religion Gewalt angewendet wird oder zur Gewaltanwendung aufgerufen wird, um andere zu unterwerfen.“ (Frankfurter Allgemeinen Zeitung).

Verzeihung, aber dann ist es schon zu spät! Dem Islamismus geht eine ideologische Indoktrinierung voraus, die zur Folge hat:

Drill der Gläubigen zur Selbstgerechtigkeit und Verachtung der „Anderen“, als da sind: Frauen, Juden, Homosexuelle, Kreative und vor allem „Ungläubige“.

Ich betone, dass ich Merkels Gedankengang völlig richtig und auch vom humanistischen Standpunkt in Ordnung finde. Ja wir brauchen mehr Zuzug, die jungen Leute sind eine Chance, wir müssen gemeinsam handeln, die Zahlen sind an sich nicht beängstigend. „Grenzen dicht“ ist keine Lösung. Was sie nicht bedacht hat, ist, dass die Leute uns zum Großteil schlicht und einfach hassen und dass aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse die Menschen bleiben werden, obwohl sie uns hassen, mit allen Folgen.

Sie hassen uns nicht persönlich, sondern „institutionell“. Das heißt, könnte man den Glauben verändern, anpassen, „europäisieren“, wie E. Aslan das will, dann stünden die Chancen besser. Das ist eine Herkules- Aufgabe. Daher ist eine Begrenzung der Aufgabe fundamental wichtig, nicht wegen der Unterbringung. Aber unsere Regierung tut nichts, um die muslimischen Institutionen zu entmachten. Diese vertreten ein orthodoxes Religionsbild aus dem Mittelalter, freuen sich aber gleichzeitig, dass sie nicht in Saudi-Arabien leben. Religiöse Logik eben.

Ein vielschichtiges Problem, die unterste Schicht ist die gefährdete Aufklärung. Das geht gar nicht.

Offener Brief an den Chefredakteur des Kurier Dr. Helmut Brandstätter

 

Diskussions-Veranstaltung „Religion“ am Montag, den 22.2. 16.

Sehr geehrter Herr Chefredakteur Dr. Brandstätter,

Ich war bei Ihrer Diskussions-Veranstaltung „Religion“ im Raiffeisenhaus am Montag, den 22.2. 16.

Ich finde es großartig, dass der Kurier, den ich sehr schätze und den wir seit Jahrzehnten abonniert haben, diese Veranstaltungen macht. Der Kurier wird auch unter Ihrer Leitung immer besser!

Zu dieser speziellen Veranstaltung kann man Ihnen nicht gratulieren.

Es mag sein, dass Sie sich insgeheim gefreut haben, dass die Diskussion so friedlich und ruhig über die Bühne ging. Das ist aber gleichzeitig das Zeichen, dass so ein Set-up sinnlos ist. Die Orthodoxen in den Religionen verstehen sich untereinander blind, wie wir an diesem Abend wieder gesehen haben. Jeder weiß wie viel sie alle trennt, jeder weiß, dass die Religionen Millionen an Opfern gefordert haben und welcher Hass über die Jahrhunderte ausgestreut und geschürt wurde, speziell zwischen Christen und Juden, weil Jesus von den Juden „ermordet“ wurde.

Ich gehe einmal  davon aus, dass der Kurier nicht Religionen verbreiten will, sondern sich in den Dienst der säkularen Gesellschaft stellen will, das ist die, die über die letzten Jahrhunderte das Morden am besten bekämpft hat und am ehesten eine gewisse Gerechtigkeit geschaffen hat und die gleiche Würde der Menschen hat Realität werden lassen. Wie eine Gesellschaft aussieht, in der die Religionen das Sagen haben, das kann man heute noch in aller Welt, speziell im Nahen Osten studieren und wenn man nur 3 Jahrhunderte zurückgeht auch bei uns in Europa.

Religionen wird man in der Tat nie ausrotten können und darum geht es auch gar nicht, sondern um Säkularität. Das ist ein permanenter Kampf. Nun haben Religionen den Startvorteil, dass sie geschlossen auftreten und einen meist gefinkelten Redner nach vorne schicken, dem äußerste Ehrerbietung entgegengebracht wird. Die Vertreter der Säkularität werden nicht einmal in den Kreis der Diskutanten berufen. Aus dem Publikum heraus kann man keine echte kritische Argumentation beginnen.

Dabei gäbe es tausende Ansatzpunkte der Kritik. Die Vorträge der Diskutanten waren aus meiner säkularen Sicht ein wildes Potpourri an gekonnten Lügen und Beschönigungen. Zur Krönung kam dann noch der Satz: „Wir müssen mit Ehrlichkeit an die Sache herangehen!“. Was über bleibt im Publikum ist das Gefühl grenzenloser Ohnmacht. Das können Sie nicht wollen. Ich bin von Ihren ehrlichen Absichten völlig überzeugt, deswegen tue ich  mir diesen Brief an.

Wie überall in der Demokratie, kommen wir nur weiter, wenn es in der Auseinandersetzung eine Möglichkeit gibt, die tatsächlichen Verhältnisse einigermaßen abzubilden. Dazu müssen Sie wissen, dass – Achtung! – trotz kindlichem Brainwash und massiver christlicher Prägung im Erwachsenenalter in Österreich eine Mehrheit von 53% ungläubig ist und nur etwa 10% tatsächlich praktizierend gläubig ist- in etwas so viele wie es dezidierte und bekennende Atheisten gibt. Über den Hebel der kulturell aufgeblähten Mitgliedschaft (noch immer 59% Katholiken, früher 95%) und der mächtigen Institution Kirche mit ihrer enormen wirtschaftlichen und medialen Macht, wird, was die Menschen glauben, zur Nebensache.

Welche marketingtechnische Chance darin bestünde,  die Vielfalt zu leben, den säkularen Menschen entgegenzukommen und auch ihre Anliegen z.B. in Kommentaren zu vertreten, hat leider keine Zeitung bisher erkannt und man bringt lieber Predigten, obwohl jeder weiß, dass kein Mensch das liest und vor allem nicht deswegen eine Zeitung kauft.

Als Vertreter der Konfessionsfreien Österreichs mahne ich ein, die Stimme des Volkes ein wenig gerechter abzubilden, als bisher und z.B. bei Diskussionen auch Vertreter der 53% Ungläubigen einzuladen. Vielleicht kann man auch diese Tatsache besser verbreiten, so dass der Vertreter der Kirche nicht von 85% Religiösen im Land faseln kann, wo schon 25 % Konfessionsfreie sind.

Ich denke, dass man mit Diskussionen wie dieser der Beschönigung und dem Weichspülen der harten Realität Vorschub leistet und die so notwendige Kritik an religiös  begründeten Problemen in der Gesellschaft verhindert. Dabei will niemand Religionen abschaffen, während umgekehrt dies sehr wohl der Fall ist. Wir haben in unserem Verein Leute, die in ihrer Heimat als Atheisten bereits tot wären. Schon allein das sollte zu denken gaben.

Österreich hinkt in diesem Feld international gesehen entsetzlich hinterher. Es gibt in Österreich keine einzige humanistische Akademie oder humanistische Institution öffentlichen Rechts wie in vielen westeuropäischen Staaten. Ich fordere nicht nur den Kurier, sondern alle Medien auf, sich mehr für konkrete Projekte einzusetzen und in ihren Medien Vielfalt und Säkularität zu leben.

Für ein entsprechendes Gespräch über diese Projekte und wie man dieses Anliegen fördern könnte, wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gerhard Engelmayer

Vorsitzender des Freidenkerbundes Ösaterreich und
des Zentralrates der Konfessionsfreien
engelmayer@aon.at

Blog: engelmayer.wordpress.com

Stellungnahme des Zentralrates der Konfessionsfreien Österreichs (ZRKÖ)KAIICID Abdullah Zentrum in  Wien

Das KAIICID Zentrum wurde durch einen Besuch des Bundespräsidenten geehrt. Diese Aufwertung passiert ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem die Regierung noch immer die Sinnhaftigkeit der Einrichtung KAIICID diskutiert. (http://derstandard.at/2000010615415/Faymann-will-Bericht-ueber-Abdullah-Zentrum-bis-Maerz)
Der Zentralrat bedauert diese Aktion eines agnostischen Bundespräsidenten. Das Zentrum hat bisher keine Bemühungen erkennen lassen, im Geiste der Menschenrechte tätig zu werden, insbesondere in der Causa Raif Badawi. Dadurch wird der religionsbedingte, verabscheuungswürdige Status quo in Saudi-Arabien stillschweigend akzeptiert. Der Dialog im „Dialogzentrum“ ist intransparent. Die in der ersten Pressekonferenz des Außenministeriums versprochene Einbindung von Atheisten in das Zentrum ist nicht erfolgt.

Der Besuch gibt Anlass darauf hinzuweisen, dass die Bevölkerung Österreichs mehrheitlich ungläubig ist. Konfessionsfreie werden in Österreich finanziell nicht unterstützt, Religionsgemeinschaften erhalten hingegen Förderungen in Milliardenhöhe. Die Regierung, und offenbar auch der Bundespräsident, sind hingegen weiter bemüht, die Privilegien der Konfessionen abzusichern und das Dialogzentrum zu unterstützen, anstatt – wie versprochen – dieses zuzusperren.

Menschenrechte sind im Dialogzentrum offenbar immer noch kein Thema.

Vorurteile werden auch künstlich produziert

Sind alle Muslime gläubige Muslime? Nein, aber sie werden so behandelt!

Als die großen Flüchtlingsströme nach Österreich und nach Deutschland kamen, waren sie vom Augenschein her eine amorphe Masse. Man sah sie als „Flüchtlinge“ und nur als das. Zugegeben, es war keine Zeit für Anderes.

Aber die Muslime, die schon eine Zeit bei uns sind, hätte man schon längst anders behandeln können, nämlich differenziert. Was passiert? Diesbezüglich gibt es nur einen Verhandlungspartner der Regierung, die IGGiÖ (Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich). Weder sind alle Muslime bei derselben Glaubensgemeinschaft (Aleviten, Sunniten Schiiten, etc.), noch sind alle überhaupt gläubig, auch wenn sie aus Syrien oder dem Irak stammen. Wohl sind alle Muslime, weil in diesen Ländern niemand eine Wahl hat, ja der Abfall vom Glauben ja sogar eine (manchmal sogar tödliche) Bedrohung nach sich zieht. Anstatt aber den Muslimen den Westen und unsere Werte der Freiheit des Glaubens und vom Glauben schmackhaft zu machen, ihnen Unterstützung zu geben in ihrer Freiheit, indem man auch liberale Muslime fördert oder die ungläubigen Araber unterstützt und sie als „nicht-gläubige“ und daher religiös „ungefährliche“ Araber anspricht, was für manche sehr attraktiv wäre, befördert man durch die jetzig Vorgangsweise ihre Unintegriertheit als gläubige Muslime, mit all den bekannten Problemen und potenziellen Vorurteilen und Pauschalverurteilungen. Wer gläubig sein will oder muss, soll es bleiben, hoffentlich in einer unpolitischen Art. Aber wer dies nicht will, der sollte wenigstens aus der vorverurteilten Masse der Gläubigen aussteigen können und damit ein Zeichen setzen.

Minister Kurz ist daher aufgefordert, nicht eine Gruppe als Vertreter der Muslime anzuerkennen, der noch dazu nachgesagt wird, dass sie von den ultraorthodoxen Muslimbrüdern unterwandert ist, sondern auch andere, nicht-gläubige oder liberale und euro-islame Gruppen anzuerkennen und zu fördern.

Bei uns im Zentralrat der Konfessionsfreien kann sich jeder Muslim als Ungläubiger eintragen lassen. Damit wollen wir einen ersten Schritt in Richtung Integration und Aufklärung für Migranten und Österreicher mit Migrationshintergrund setzen, denn jeder der das tut, erweist sich als integrationswillig und bekennt sich zu den Prinzipien der Aufklärung, wie Menschenrechte, Demokratie und Vernunft als Lebensbasis für ein gemeinschaftliches Zusammenleben, statt irrationale Heilslehren, die Menschen auseinanderdividieren. Gegenwärtig wird das Gegenteil gefördert.

 

The Austrian Humanist connection

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