Stellungnahme des Zentralrates der Konfessionsfreien Österreichs (ZRKÖ)KAIICID Abdullah Zentrum in Wien

Das KAIICID Zentrum wurde durch einen Besuch des Bundespräsidenten geehrt. Diese Aufwertung passiert ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem die Regierung noch immer die Sinnhaftigkeit der Einrichtung KAIICID diskutiert. (http://derstandard.at/2000010615415/Faymann-will-Bericht-ueber-Abdullah-Zentrum-bis-Maerz)
Der Zentralrat bedauert diese Aktion eines agnostischen Bundespräsidenten. Das Zentrum hat bisher keine Bemühungen erkennen lassen, im Geiste der Menschenrechte tätig zu werden, insbesondere in der Causa Raif Badawi. Dadurch wird der religionsbedingte, verabscheuungswürdige Status quo in Saudi-Arabien stillschweigend akzeptiert. Der Dialog im „Dialogzentrum“ ist intransparent. Die in der ersten Pressekonferenz des Außenministeriums versprochene Einbindung von Atheisten in das Zentrum ist nicht erfolgt.

Der Besuch gibt Anlass darauf hinzuweisen, dass die Bevölkerung Österreichs mehrheitlich ungläubig ist. Konfessionsfreie werden in Österreich finanziell nicht unterstützt, Religionsgemeinschaften erhalten hingegen Förderungen in Milliardenhöhe. Die Regierung, und offenbar auch der Bundespräsident, sind hingegen weiter bemüht, die Privilegien der Konfessionen abzusichern und das Dialogzentrum zu unterstützen, anstatt – wie versprochen – dieses zuzusperren.

Menschenrechte sind im Dialogzentrum offenbar immer noch kein Thema.

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